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Im deutschen Apothekenmarkt ist die Verblisterung in den vergangenen Jahren zu einem immer größeren Thema gewachsen. Apotheken versorgen derzeit Patienten in Pflegeheimen, wobei sich die Dienstleistungen mit den Jahren immer weiter entwickelt haben.

Je nach Anzahl der Patienten einer Apotheke bzw. eines Pflegeheimes kommen drei verschiedene Verblisterungsformen zum Einsatz:

Die manuelle Verblisterung

red_pill_smallHierbei werden die Medikamente manuell in der Apotheke verblistert. Dabei werden die verschriebenen Medikamente von Apotheken Mitarbeitern in vorgefertigte Blisterboxen bzw. Kartenblister für die einzelnen Patienten gefüllt. Auf den fertigen Kartenblister wird abschließend ein Etikett aufgeklebt, welches alle relevanten Daten zu dem Patienten und den Einahmezeitpunkt der enthaltenen Medikamente enthält. Hierfür gibt es verschiedene Kartenblister Systeme. Ein Anbieter ist z.B. Omnicell (ehemals MTS, Consilio).

Bei Versorgung von bis zu wenigen hundert Patienten ist das direkte Stellen der Medikamente eine durchaus gängige Praxis.

Für eine größere Anzahl von zu versorgenden Patienten werden einige Systeme zur Automatisierung einiger Abläufe auf dem Markt angeboten.

Mittlerweile wurde das manuelle Stellen in der Apotheke durch gesetzliche Vorgaben erschwert. Die Verblisterung muss nun innerhalb der Apotheke in separaten Räumen stattfinden. Wenn für extra Räumlichkeiten nicht ausreichend Platz vorhanden ist oder extra ein zusätzlicher Raum an einem anderen Standort genutzt werden muss, kommt es häufig zu Herausforderungen bei Installation der zusätzlichen EDV oder auch zu Mehrkosten für neue Räume. Wenn keine unmittelbare Vernetzung (Netzwerk Anbindung) zu den eigentlichen Apothekenräumen möglich ist, sind beispielsweise Anbindungen an die Warenwirtschaft der Apotheke schwieriger.

Die maschinelle Verblisterung

Apotheken, welche eine größere Anzahl Patienten versorgen, haben den manuellen Verblisterungsvorgang mit Nutzung eines Blisterautomaten optimiert. Dabei findet der gesamte Verblisterungsvorgang zwar weiterhin in der Apotheke (in den extra Räumlichkeiten) statt, jedoch wird das verpacken der Medikamente für die einzelnen Patienten durch einen oder mehrere dieser Automaten automatisiert. Diese produzieren Blisterschläuche, welche durch das zusammenschweissen der Folie in einzelne abreissbare Tüten für die verschiedenen Einnahmezeitpunkte von einander getrennt werden. Gängige Anbieter für solche Automaten sind HDMedi, Tosho oder auch Baxter. Die Anschaffung eines Blisterautomaten ist recht teuer. Damit sich Anschaffungskosten trotzdem rechnen, müssen von der Apotheke viele Patienten versorgt werden. Der Vorteil gegenüber des manuellen Blisterprozesses ist allerdings in Kartenblister eine wesentlich schnellere Produktion der Schlauchblister.

Die Verblisterung per Lohnauftrag mit Blisterzentren

Als weitere Optimierung und Automatisierung der maschinellen Arbeitsweise sind mit der Zeit verschiedene Blisterzentren entstanden, welche wiederrum heute Aufträge von Apotheken annehmen und die Medikamente ebenfalls mit Hilfe von industriellen Blisterautomaten in Blistertüten (Schlauchblister) verpacken. Die Daten werden in den Blisterauftragsdateien von der Apotheke an das Blisterzentrum elektronisch übermittelt. Da ein Blisterzentrum Aufträge von mehreren Apotheken produziert, sind hier Kosten für einen oder mehrere Blisterautomaten leichter tragbar. Außerdem kann ein Blisterzentrum größere Mengen beim  Grosshandel einkaufen und damit weiter Kosten einsparen. Allerdings ist ein Blisterzentrum an mehr gesetzliche Vorgaben gebunden und benötigt zudem auch eine Herstellungserlaubnis. Ausserdem ist der Wirkungskreis eines Blisterzentrum regional begrenzt, da die produzierten Schlauchblister zur Apotheke geliefert und von dort aus an die verschiedenen Heime verteilt werden müssen.

Aus persönlicher Erfahrung empfinde ich die Verblisterung per Lohnauftrag über ein Blisterzentrum als eine gute Sache. Vorteile aus meiner Sicht sind geringeres Risiko bei Investitionskosten für Umbau bzw. Anpassung in der Apotheke oder auch ein kostensparendes Arbeiten bei der Versorgung von vielen Patienten. Als Nachteil empfinde ich den technischen Mehraufwand. Aufträge werden lokal in der Apotheke in einer Blistersoftware erstellt, müssen jedoch elektronisch zum Blisterzentrum übertragen werden. Bei technischen Problemen oder auch vorhandenen Internetbeschränkungen durch Router, Firewalls, Anti Virus Software treten hier und da schon mal Probleme auf. Auch ist manchmal die erstmalige Konfiguration des Aufbaus einer Auftragsdatei nicht ganz trivial. Die Übermittlung erfolgt meist über ein HDMEDI Maschinen Dateiformat, welches sich allerrdings mit freien Random Feldern in gewissen Maße flexibel gestalten lässt. Bei Beginn der Zusammenarbeit einer Lohnauftragsapotheke mit einem Blisterzentrum müssen oft die Formate erst einmal aufeinander abgestimmt werden.

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